Harmonische Juso-Mitgliederversammlung in Bad Neustadt

Bad Neustadt. In einer reibungslosen und kurzweiligen Mitgliederversammlung hat der Juso-Kreisverband Rhön-Grabfeld einen Rückblick auf die vergangene Amtszeit geworfen und Neuwahlen durchgeführt. Dabei wurde der Kreisvorsitzende, René van Eckert aus Mellrichstadt, einstimmig im Amt bestätigt und fünf Stellvertreter aus dem ganzen Landkreis installiert.

In seinem Rückblick konnte van Eckert, der auch stellvertretender Bezirksvorsitzender der unterfränkischen Jusos ist, auf eine Vielzahl von Aktionen verweisen. Neben dem Engagement bei den verschiedenen Wahlkämpfen (Bezirks-, Land- und Bundestag, Europaparlament) zeichnet den SPD-Nachwuchs der Region insbesondere der „Kampf gegen Rechts“ aus, den die Jusos unter anderem durch die Infostände „Gesicht-Zeigen“ in Bad Königshofen und Bad Neustadt oder durch die starke Mobilisierung zur Gegendemo am 1. Mai in Schweinfurt führten. Wie der bisherige Stellvertreter Janis Heller versicherte, bleiben die Jusos hier auch weiterhin am Ball.
Ein ebenfalls forciertes Thema der jungen Sozialdemokraten ist der Bereich der Bildungspolitik. Van Eckert führte hierzu speziell die Postkarten-Aktion „NERV“ an den hießigen Schulen an und berichtete von seiner Teilnahme als Redner an der Neustädter Schüler-Demo vor einigen Monaten.

Der SPD-Kreisvorsitzende, Matthias Kihn, der als Ehrengast und altermäßig auch stimmberechtigtes Juso-Mitglied ebenfalls an der Sitzung teilnahm, bekräftigte die Jusos in ihrem Tun. Die beiden vorrangigen Themen, Kampf gegen Rechtsextremismus und Bildungsgerechtigkeit, spiegeln seiner Meinung nach in hervorragender Weise das Zusammenwirken von „verantwortungsbewusstem Umgang mit dem historischen Erbe Deutschlands und gleichzeitig Zukunftsblick in den entscheidenden Kernthemen Bildung und Forschung“ wider. Kihn appellierte gleichzeitig an die Jusos, den Kontakt und die Zusammenarbeit mit anderen gesellschaftlichen Jugend-Gruppen, in erster Linie mit den Gewerkschaftsjugenden und den Sozialverbänden, zu suchen und zu intensivieren.

Für den SPD-Ortsverein Bad Neustadt war dessen stellvertretende Vorsitzende, Rita Rösch, der Einladung der Jusos gefolgt. Die dritte Bürgermeisterin informierte die Jusos über die Umstrukturierung im Bad Neustädter JUZE und warb dafür, im neuen Konzept auch politische Diskussionen und Veranstaltungen anzubieten. Sie versicherte dem Parteinachwuchs auch ihre Unterstützung.

Die turnusgemäßen Neuwahlen brachten in der Struktur der Kreisvorstandschaft gravierende Veränderungen. Nach dem nun geltenden „Stellvertreter-System“ gibt es künftig keine Funktionsposten mehr, sondern eine Reihe von Stellvertretern, die intern die anfallenden Aufgaben verteilen. Vorteil dieses System ist eine gleichmäßigere Aufgaben- und Verantwortungsverteilung unter den Vorstandsmitgliedern. Ebenso wie der Kreisvorsitzende René van Eckert erhielten die fünf künftigen Stellvertreter die uneingeschränkte Zustimmung der Versammlungsteilnehmer. Van Eckert zur Seite stehen künftig Janis Heller (Lebenhan), Freya Altenhöner (Mellrichstadt), Max Dörflein (Kleineibstadt), Jonas Müller (Bad Königshofen) und Simon Ebner (Großbardorf).

Dem Juso-Kreisvorsitzenden, René van Eckert (Mitte) stehen künftig fünf Stellvertreter zur Seite: (von links) Janis Heller, Simon Ebner, Freya Altenhöner, Max Dörflein. Im Bild fehlt der zukünftige Stellvertreter Jonas Müller.

 

Zur Hauptschulmisere in der oberen Rhön:

Mit Verwunderung und Kopfschütteln beobachte ich als Kreisvorsitzender der Jusos nun schon länger die Diskussion und insbesondere die scharfen Leserbriefe zur Entwicklung der Hauptschulsituation in Ostheim. So nachvollziehbar der Ärger, die Ängste und die Unzufriedenheit der Eltern(vertreter) mit der getroffenen Entscheidung sind, so unverständlich ist deren Reaktion.

1. Die berechtigte Aggression der Betroffenen richtet sich ausschließlich gegen die, die letztlich nur noch reagieren, nicht aber agieren konnten: Der Stadtrat in Ostheim hat auf das verkorkste Bildungssystem in Bayern keinen Einfluss! Er muss seine Entscheidungen an den absolut schiefen Rahmenbedingungen orientieren, die das katastrophale Bildungssystem des bayerischen Kultusministeriums vorgibt. Warum richten die Eltern (= Wähler) ihre Wut nicht gegen die CSU-Landesregierung? Denn dort gehört sie hin!

2. Dass zwei Stadträte in Ostheim nun zu Heilsfiguren hochstilisiert werden, zeugt von absolutem Unverständnis der politischen Situation. Die CSU hat das Bildungssystem doch derart demoliert, dass Schulschließungen die (leider) logische Folge waren. Haben sich der CSU-Ortsvorsitzende und seine Stellvertreterin vielleicht früher vehement genug gegen das Aufteilen der Schüler im Alter von zehn Jahren gewendet? Denn das ist das Übel, an dem auch die Schulsituation in Ostheim krankt.

3. Wir als SPD und Jusos haben in der Vergangenheit wiederholt und heftig vor dieser Entwicklung gewarnt, versucht, gegen die Mittelschulpläne mobil zu machen, und Verbündete gesucht. Etwa hat unser Bildungsexperte im Landtag, Martin Güll, im September 2009 in Fladungen bereits festgestellt, dass das Mittelschulkonzept keinen Standort retten wird. Ich selbst habe in einem Leserbrief im Februar 2010 davor gewarnt, dass sich der Kultusminister durch das Mittelschulkonzept aus der Verantwortung stiehlt und die Stadträte diese ungeliebte Entscheidung treffen müssen. Reinhold Strobl, Bildungspolitiker der SPD-Landtagsfraktion und Landtagsvizepräsident Franz Maget waren in Bad Königshofen zu Gast (März 2010) und bezeichneten die Mittelschule als „Totengräber der Hauptschulen“.

Den Stadträten in Ostheim und Sondheim/Rhön oder auch Fladungen, Hausen und Nordheim jetzt einen Vorwurf zu machen, sie würden gegen das Interesse ihrer Region agieren, ist (leider) unnütz, feige und völlig fehl am Platz. Wer eine andere Bildungspolitik möchte, braucht eine andere Landesregierung! Die Stadträte von Ostheim, auch die Räte meiner Partei, konnten nur noch in diesem falschen System das pädagogisch Beste für die Kinder rausholen!
Die Bayern-SPD hat mit ihrer Forderung nach einer Gemeinschaftsschule hierfür eine Alternative zum „Aus-, Um- und Neueinsortier-System“ der bayerischen Staatsregierung vorgelegt. Als Appell an die Elternvertreter in Ostheim: Erkennen Sie endlich, wer sich tatsächlich für kleine Schulen auf dem Land einsetzt, wenn er die politische Verantwortung in München übernimmt, und wählen Sie bei der nächsten Wahl auch entsprechend!!!

René van Eckert,
Kreisvorsitzender der Jusos Rhön-Grabfeld

 

Jusos Rhön-Grabfeld beteiligten sich an der „Schweinfurt ist bunt“-Demo

Bad Neustadt (Jusos). 8:20 Uhr, Bad Neustadt, Bahnhof. Mit erwartungsvollen Blicken näherten sich die Jusos dem Bahnhof, dem Treffpunkt für all diejenigen, die mit dem SPD Nachwuchs aus dem Landkreis zur „Schweinfurt ist bunt, nicht braun“-Demo fahren wollten. Angemeldet hatten sich ein gutes Dutzend Rhön-Grabfelder, einige andere hatten ihre Teilnahme noch offen gelassen.

8:30 Uhr. Die Teilnehmerzahl beträgt nahezu das Doppelte der Anmeldungen. Zwei Dutzend Rhön-Grabfelder waren der Einladung der Jusos gefolgt. Die Stimmung ist gut, auch unter den Organisatoren – Man hätte sich bei einem Thema, das nicht nur Schweinfurt sondern die gesamte Region Main-Rhön betrifft, natürlich noch mehr Teilnehmer aus dem Landkreis gewünscht, resümiert Juso-Kreischef René van Eckert.
8:58 Uhr. Der Zug fährt ein. Sitzplätze sind kaum vorhanden, doch die Spannung und Erwartung auf das, was passieren wird, verdrängt etwaige Negativ-Gedanken. Man kommt ins Gespräch – mit den Reisegruppenmitgliedern und den anderen Bahnfahrern. Einziges Thema ist natürlich der 1. Mai und die Bedrohung, die sich in Schweinfurt für diesen Tag angekündigt hat. „Ich kehre den braunen Dreck heute aus Schweinfurt raus“, verkündet die Gleichstellungsbeauftragte des Juso-Kreisverbandes, Freya Altenhöner, die mit einem Wischmobb bewaffnet ist.
9:27 Uhr. Ankunft in Schweinfurt. Schon am Bahnsteig hohes Polizeiaufkommen. In der Unterführung die Trennung der Bahnfahrer: „Zu welcher Demo geht es?“ Personenkontrolle Nr. 1 – Sicherheit geht vor und die Polizeibeamten verhalten sich absolut korrekt. Hier und da ist auch ein netter Plausch möglich. Der Wischmobb-Stiel muss da bleiben – der Durchmesser ist zu groß. Abhilfe verschafft ein nicht benötigter Fahnenstiel.
10:04 Uhr. Nach einer weiteren Kontrolle in der Stadt erreichen die Rhön-Grabfelder exakt beim Loslaufen die Demo-Spitze und reihen sich sofort in die Demo ein. Mit „Hurra, hurra, Rhön-Grabfeld ist da“, melden sie sich gleich zu Wort und unterstützen die Sprechchöre.
10:20 Uhr. Marktplatz. Eine Musikgruppe spielt Spirituals. Vor den Rhön-Grabfeldern laufen die prominenten Unterstützer der Demo. Neben dem Oberbürgermeister, dem Dekan und Lokalpolitikern sind reichlich Landes-, Bundes- und Europapolitiker von SPD und Grünen vertreten. CSU-Mandatsträger fehlen (bis auf den OB) – sie hatten die Teilnahme an der als Zusammenschluss von Linksextremen abgelehnt… schade. „Nazis raus“- und „Schweinfurt ist bunt“-Rufe sind die braven Appelle, die, einmal angestimmt, in Wiederholung immer wieder zu hören sind.
11:00 Uhr. Ankunft am Zeughaus. Der KZ-Überlebende Gruber berichtet von seinen Erfahrungen und Lehren, die er aus der Nazi-Zeit gezogen hat. Auch die Mitfahrer der Jusos aus Rhön-Grabfeld sind beeindruckt von seinen Erzählungen.
14:00 Uhr. Individueller Rückweg zum Bahnhof – dort wird die Stimmung immer gereizter. Der Nazis-Marsch hat schon zwei Stunden Verspätung. Wie sich später herausstellt, bringen sie es nicht auf die Reihe, genügend Ordner zu stellen, die nicht vorbestraft sind. „Peinlich, wenn sie das bei der eigenen Demo schon nicht auf die Reihe bringen“, wird die Situation von Umstehenden kommentiert.
14:30 Uhr. Der Zug fährt ab. Doch nur die Hälfte der Juso-Mitfahrer kann heim. „Jetzt kommt hier kein Linker mehr zum Bahnhof“, war die Aussage der Polizei, die verständlicherweise jegliches Konfliktpotential vermeiden möchte.
14:40 Uhr. Warten auf die restlichen Mitfahrer zwischen zwei Polizeikontrollen. „Wenn wir jetzt verhaftet werden, ist das ein Bild für die Götter: Die Vorsitzenden von Kreisjugendring, Jusos und SPD Rhön-Grabfeld werden zusammen abgeführt“, scherzt Matthias Kihn.
14:50 Uhr. Irgendwie haben es doch alle Mitfahrer – mittels Polizei-Eskorte – zum Bahnhof geschafft. Die Nazi-Demo beginnt mit knapp dreistündiger Verspätung. Im Gegensatz zu den knapp 10.000 Teilnehmern der „Schweinfurt ist bunt“-Demo wirken sie nur wie ein kleines Häufchen. Doch die bedrückende Stimmung zeigt, dass alle Anwesenden den Ernst der Lage erkennen. Wie später bekannt wurde, waren auch Teilnehmer aus der Rhön dabei… das Problem betrifft nicht nur Schweinfurt allein.
15:06 Uhr. Rückfahrt. „Es gab keine Komplikationen, alle sind wieder mit dabei“, freut sich Organisator van Eckert. Thema auf der Rückfahrt: Wie geht es weiter? Erste Planungen für weitere Aktionen werden getroffen. Eines ist klar: Die Jusos Rhön-Grabfeld lassen in ihrem Kampf gegen Rechts nicht nach.

 

Hösbacherin ist eine der Stellvertretenden Landesvorsitzenden der Jusos

Mellrichstadt/Hösbach/Straubing (Jusos). Am vergangenen Wochenende fand in Straubing die Landesdelegiertenkonferenz der Jusos Bayern statt, in deren Verlauf auch die Landesvorstandschaft neu gewählt wurde. Unter den Stellvertretenden Landesvorsitzenden befindet sich auch Ann-Kathrin („AnKa“) Brodowski (Hösbach, Landkreis Aschaffenburg), der die Jusos aus Rhön-Grabfeld zu ihrer Wahl gratulieren.

Neuer Landesvorsitzender ist der Erlangener Jura-Student, Philipp Dees. Er löst Marietta Eder, die Schweinfurter Mitarbeiterin der Europaabgeordneten Kerstin Westphal, ab, der der Kreisvorsitzende der Jusos, René van Eckert (Mellrichstadt) herzlich für ihr Engagement und ihr Wirken als Juso-Landesvorsitzende dankte. „Marietta hat sich in ihrer Zeit als Vorsitzende unheimlich engagiert und aufopfernd eingebracht.“

Die künftige Vertreterin der Jusos Unterfranken im Landesvorstand, AnKa Brodowski, erreichte in der Wahl der Stellvertreter ein beachtliches Ergebnis. Mit den 69 Stimmen, die sie auf sich vereinigen konnte, ließ sie einige langjährige Stellvertreter – selbst frühere Landesvorsitzende – hinter sich, was für ihr bereits jahrelanges Engagement bei den Jusos auf Bezirksebene und auch als Delegierte der BayernJusos zu Bundeskongressen spricht. „Wir wissen, dass wir – auch hier in Rhön-Grabfeld – mit AnKa eine gute Vertreterin im Landesvorstand haben, die immer ein offenes Ohr für uns hat und auf die wir mit unseren Fragen, Anregungen und auch wo nötig Kritik kollegial zugehen können“, so van Eckert weiter, der als Zuhörer die Landesdelegiertenversammlung verfolgte und ebenfalls in Straubing zu Gast war. „Wir werden bei einer der nächsten Gelegenheiten AnKa zu uns nach Rhön-Grabfeld einladen, um ihr unseren Landkreis ein wenig näher zu bringen und um die bereits bestehenden guten Kontakte weiter zu vertiefen.“ Van Eckert und Brodowski sind beide stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jusos in Unterfranken.

 

Trotz Verbots des Nazi-Aufmarschs werben die Jusos für die Demo in SW

Mellrichstadt/Bad Neustadt (JUSOS). Wie der Presse zu entnehmen war, haben die Städte Schweinfurt und Würzburg die geplanten Nazi-Aufmärsche für den 1. Mai verboten. „Dies ist die einzig richtige Entscheidung, die hier zu treffen war. Unsere Demokratie darf nicht solche Blüten tragen, die den Gegnern der Demokratie Handlungsfreiheiten erlauben,“ gratuliert der Juso-Kreisvorsitzende, René van Eckert (Mellrichstadt), den beiden Räte zu ihren jeweiligen Beschlüssen.

So richtig die Entscheidungen von den Jusos beurteilt werden, so unsicher ist sich der SPD-Nachwuchs, ob die Verbote beim Verwaltungsgericht Bestand haben werden. „Wir werben weiterhin für die Teilnahme an der Gegendemonstration in Schweinfurt,“ ist daher auch die konsequente Folge, die Juso-Stadt- und Kreisrat, Matthias Kihn (Mellrichstadt), formuliert. „Selbst wenn der Nazi-Aufmarsch nicht stattfindet, müssen wir mit der Demo zeigen, was wir von rechtem Gedankengut halten: nämlich gar nichts!“.

Simon Ebner (Großbardorf), stellvertretender Juso-Kreisvorsitzender, erläutert den Grund für die Null-Toleranz-Strategie der Jusos gegenüber Nazis mit einem Zitat von Helmut Schmidt: „Die Toleranz ist nicht grenzenlos. Sie findet ihre Grenze, vielleicht ihre einzige Grenze, in der etwaigen Intoleranz des anderen.“ Johannes Behnke (Bad Neustadt), Beisitzer im Juso-Kreisverband, erklärt den aktuellen Bezug der Aktionen: „Die Parlaments-Wahlen in Ungarn haben gezeigt, dass rechtsextremes Denken nichts ist, was mit Ende des 2. Weltkrieges der Geschichte angehört. Intoleranz, menschenverachtende Ideologie und Völkerhass treten auch heute noch auf und müssen von Anfang an den geballten Gegenwind der demokratischen Bürger spüren!“

Die Einladung der Jusos, für einen Eigenanteil von 3€ mit dem Zug nach Schweinfurt und zurück zu fahren, bleibt daher weiterhin bestehen. Interessenten sind aufgerufen, sich im SPD-Büro unter (09771) 97 811 oder per Mail an demo@jusos-rg.de anzumelden. Die Zugfahrt erfolgt von den Rhön-Grabfeld-Bahnhöfen in Mellrichstadt und Bad Neustadt.

 

SPD-Nachwuchs beteiligt sich an der Demo „Schweinfurt ist bunt“


Bad Neustadt (Jusos). „Am 1. Mai sind wir dabei!“ war das Versprechen, das die Jusos aus Rhön-Grabfeld gegeben haben, als sie von der geplanten rechten Demo in Schweinfurt gehört haben. „Dieses Versprechen lösen wir jetzt ein und wollen alle Rhön-Grabfelder, die sich auch gegen die Braunen stellen wollen, einladen, mitzufahren!“ erklärt der Kreisvorsitzende der Jungsozialdemokraten aus der Rhön und dem Grabfeld, René van Eckert (Mellrichstadt). Die Jusos organisieren die Fahrt und übernehmen einen Teil der Fahrtkosten.

Für den Tag der Arbeit, den 01. Mai, haben rechte Gruppierungen aus ganz Süddeutschland und dem benachbarten Ausland ihre Teilnahme an einer Demo in Schweinfurt geplant. Diese lässt sich – so scheint es – auf formellem Weg nicht so leicht verbieten, weshalb sich ein überparteiliches, gesellschaftliches Bündnis „Schweinfurt ist bunt“ gegründet hat, um dem Nazi-Aufmarsch die gesamte Ablehnung der Bürgerinnen und Bürger der ganzen Region entgegen zu stellen. Die Jusos – auch hier aus Rhön-Grabfeld – waren mit unter den ersten, die ihre Teilnahme an jeglicher Gegenveranstaltung angekündigt haben.

Am „Tag der Arbeit“ soll nun ein Demonstrationszug in Schweinfurt von der Maxbrücke zum Zeughaus führen, wo eine Kundgebung und ein „Fest der Demokratie und Toleranz“ stattfinden werden. „Wir Jusos Rhön-Grabfeld möchten, dass nicht nur aus Schweinfurt sondern auch aus unserem Landkreis der Protest gegen die rechte Demo unterstützt wird. Denn das ist kein Schweinfurter Problem, wie die rechten Aktionen auch hier bei uns beweisen,“ erklärt der stellvertretende Juso-Kreisvorsitzende, Janis Heller (Lebenhan). „Deshalb laden wir dazu ein, mit uns nach Schweinfurt zu fahren – bis auf einen Unkostenbeitrag von 3€ übernehmen wir die Fahrtkosten der Deutschen Bahn.“

„Wer mitfahren möchte, meldet sich einfach im SPD-Büro in Bad Neustadt an. Sowohl Hin- als auch Rückfahrt sind mit dem Unkostenbeitrag erledigt,“ erklärt Max Dörflein (Großeibstadt), Schriftführer im Juso-Kreisverband, das Prozedere. Die Anmeldung ist auch per Mail an demo@jusos-rg.de möglich. Die Fahrt erfolgt mit einem Zug der Deutschen Bahn von den Bahnhöfen Mellrichstadt bzw. Bad Neustadt. Das SPD-Büro ist unter der Telefonnummer (09771) 97 811 erreichbar.

 

Wieder zwei stellvertretende Bezirksvorsitzende aus dem Wahlkreis

 

Sand am Main / Mellrichstadt (JUSOS). Die Bezirkskonferenz der Jusos Unterfranken in Partenstein (Lkr. MSP) war für den SPD-Nachwuchs aus der Region Rhön-Hassberge eine äußerst erfolgreiche Angelegenheit. Künftig sind die Jusos aus dem hiesigen Wahlkreis mit zwei Stimmen im Bezirksvorstand vertreten.
 
Die Jung-Sozialdemokraten diskutierten auf ihrer Bezirkskonferenz über die Lage der Mutterpartei, den eigenen Anspruch an die Politik und die Rolle, die die Jusos darin einnehmen wollen. Nach eigener Darstellung sehen die Jusos ihre Hauptaufgabe darin, die Politik ganz speziell auf ihre Wirkung auf die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen abzuklopfen. Die Jusos nehmen dabei mitunter eine Vorreiterrolle innerhalb der SPD ein und gestalten die politischen Linien der Sozialdemokratie tatkräftig mit. „Die Zukunftsthemen in Deutschland sind Juso-Themen, also Themen, die die Zukunft der heutigen Jugend betreffen“, begründet der Rhön-Grabfeld-Vorsitzende der Jusos, René van Eckert den Selbstanspruch der Jusos. „Dies zeigt sich unter anderem unseren Themen wie Studiengebühren, Datenschutz, ‚Kampf gegen Rechts‘ und ‚Freiheit und Sicherheit im digitalen Zeitalter‘, bei denen wir ganz klar Stellung für die junge Generation beziehen“, kommentiert Lisa-Marie Strasser, stellvertretende Juso-Bezirksvorsitzende. Bei den Neuwahlen der Bezirksvorstandschaft stellten sich aus dem hiesigen Unterbezirk, der die Landkreise Hassberge, Rhön-Grabfeld und Bad Kissingen umfasst, zwei Kandidaten zur Wahl. René van Eckert (Mellrichstadt) und Lisa-Marie Strasser (Sand am Main) gehören für die kommenden zwölf Monate dem Bezirksvorstand des SPD-Nachwuchses als Stellvertretende Bezirksvorsitzende an. Damit ist der Unterbezirk im 12-köpfigen Gremium wieder bestens vertreten. „Wir wollen für unseren Unterbezirk beste Ergebnisse im Bezirksvorstand erreichen und natürlich auch inhaltliche Schwerpunkte setzen“, sind sich die beiden Juso-Vertreter aus Mellrichstadt und Sand am Main einig.

 

Stellenstreichungen bei Siemens

Wir solidarisieren uns ausdrücklich mit den Beschäftigten der Siemens AG, die aufgrund der Profitgier des Unternehmens um Ihren Job bangen müssen!

Insbesondere die Angestellten in unserer Region in den Werken in Bad Neustadt / Saale können sich unserer Unterstützung gewiss sein!!

 

Widerstand gegen Rechts der Jusos Rhön-Grabfeld

Mellrichstadt (JUSOS). Bereits in der Vergangenheit haben die Jusos in Rhön-Grabfeld bewiesen, dass sie sich offen und vehement gegen rechtsextremes Gedankengut in Ihrer Umgebung stellen. Dies war in den Ortschaften im eigenen Landkreis so, als dort rechte Parolen und Aufkleber-Aktionen stattfanden. Dies galt aber auch dann, als in der näheren Umgebung entsprechende Aktivitäten anstanden oder befürchtet wurden, wie etwa bei der Anti-Nazi-Demo in Bad Kissingen, die maßgeblich durch die Jusos in Rhön-Grabfeld organisiert wurde.

„Als wir von der geplanten rechten Demo in Schweinfurt erfuhren, wurden wir natürlich hellhörig“, beschreibt der Juso-Kreisvorsitzende, René van Eckert (Mellrichstadt), die Reaktion auf eine entsprechende Radio-Mitteilung. „Die Jusos Rhön-Grabfeld werden alle Maßnahmen und Gegenveranstaltungen unterstützen, sollte es im Schweinfurter Stadtrat nicht möglich sein, den Nazi-Aufmarsch zu verbieten.“

Der SPD-Nachwuchs aus Rhön-Grabfeld hat sich insbesondere den Kampf gegen rechte Gewalt und rechtsextreme Tendenzen auf die rote Juso-Fahne geschrieben. Es dürfe nicht sein, dass bei rechtsextremen Straftaten oder Drohungen einfach weggeschaut werde, erklärt van Eckert, der im Landkreis immer noch den Hang zur Verdrängung des brauen Problems feststellt. Nach dem Motto „Wehret den Anfängen“ müsse diesem Gedankengut von der ersten Sekunde an Paroli geboten werden. „Wir zeigten Gesicht in Bad Königshofen, als es nötig war, standen in Bad Neustadt, als die Aufkleber-Aktion stattfand, waren in Bad Kissingen vor Ort und haben die Nazi-Demo verhindert“, ergänzt Janis Heller, stellvertretender Juso-Kreisvorsitzender aus Lebenhan, und versichert, „und wir werden auch in Schweinfurt sein und uns dort gegen Rechtsextremismus stellen.“

„Wir unterstützen den SPD-Fraktionsvorsitzenden in Schweinfurt bei seinem Engagement und stehen völlig hinter seiner Bewertung: Ein Nazi-Aufmarsch am Tag der Arbeit ist tatsächlich eine bewusste, rechtsextremistisch Provokation der Gesellschaft – insbesondere der Gewerkschaften und der Sozialdemokratie“, bewertet Juso-Kreisrat Matthias Kihn und verspricht, „Was auch immer in Schweinfurt passiert – wir Jusos Rhön-Grabfeld werden dort sein!“


Matthias Kihn
Mellrichstadt

 

Bad Königshofen (rv) Zur Unterbezirkskonferenz der Jusos trafen sich Vertreter der drei Kreisverbände Rhön-Grabfeld, Haßberge und Bad Kissingen, um Delegierte zu wählen und die anstehenden Versammlungen auf Bezirks- und Landesebene zu diskutieren. Obwohl der Unterbezirk Rhön-Haßberge zurzeit keine gewählte Vorstandschaft hat, ist er durch die Aktiven aus den Kreisverbänden arbeitsfähig. Bad Kissingen hat zurzeit am wenigsten Juso- Mitglieder, er müsste sich neu organisieren, dann könnte auch der Unterbezirk Rhön-Haßberge mit einer neuen Vorstandschaft effektiver arbeiten, stellte in seiner Begrüßung der neue SPD-Kreisvorsitzende aus Rhön-Grabfeld, Matthias Kihn, fest.

In seinem Grußwort berichtete Kreisverbandsvorsitzender Sebastian Klein (Haßberge) von einem positiven Trend bezüglich der Mitgliederzahlen nach den Bundestagswahlen. Er bedauerte, dass sich hauptsächlich Jugendliche aus den Städten den Jusos angeschlossen haben und das Land kaum vertreten ist. Er berichtete, dass ein entstehender Juso-Keller in Haßfurt bald als zentrale Anlaufstelle dienen kann, außerdem stehen in diesem Jahr Neuwahlen des Kreisvorstands an. Er erinnerte an den Plan der NPD, in Schweinfurt am 1. Mai aufzumarschieren und hoffte, dass dies auf bürokratischem Wege verhindert werden kann, ansonsten müsste mit allen in Frage kommenden Organisationen gemeinsam ein Protest organisiert werden.

Kreisverbandsvorsitzender René van Eckert berichtete von einer durchgeführten Postkartenaktion im Rahmen der Mitgliederwerbung, bei der die Jugendlichen aufgefordert wurden mitzuteilen, was sie nervt und beschäftigt. Dabei ging es um Umwelt- und Klimaschutz, Bildungspolitik, Zukunftsperspektiven, Vetternwirtschaft und „Keinen Bock auf Nazis“. „Wir sind gegen alle Extreme“, stellte van Eckert klar, es gebe jedoch im Landkreis keinen Linksextremismus. „Gesicht zeigen gegen rechts“ hieß die spontane Reaktion der Jusos im vergangenen Jahr auf zunehmende rechtsextreme Schmierereien im Landkreis. Zunächst wurde sie in Bad Königshofen mit großer Resonanz durchgeführt, Bürgermeister Thomas Helbling war dort einer der Ersten, die sich fotografieren und abdrucken ließen und sich damit klar gegen rechte Gesinnung stellten. Die gleiche Aktion wurde in Bad Neustadt wiederholt, allerdings war dort Bürgermeister Bruno Altrichter der Meinung, es gebe in der Stadt kein rechtes Problem. Van Eckert gratulierte dem neuen SPD-Kreisvorsitzenden Matthias Kihn sowie dem neuen Stellvertreter Willi Göbel vom SPD Ortsverband Bad Königshofen. Letzterer freute sich, dass im „schwarzen“ Bad Königshofen mit nur 36 SPD-Mitgliedern so eine gute Aktion gegen rechts stattfinden konnte.

Sabine Dittmar, Landtagsabgeordnete aus dem Unterbezirk, sah eine positive Entwicklung im SPD- Kreisverband Bad Kissingen, der im letzten halben Jahr 20 Neuaufnahmen verzeichnen konnte, zehn davon gehören altersmäßig zu den Jusos. Am 12. Februar will man ein Neumitgliedertreffen durchführen und Ideen sammeln. Sie dankte für das Engagement der Kreisverbände und die Aktionen gegen rechts. Mehrere Themen sprach sie an wie die Lage an den Hochschulen, wo man weder räumlich noch finanziell oder personell auf den Bologna-Prozess eingerichtet ist. Auch auf den doppelten Abiturjahrgang 2011 sei noch niemand richtig vorbereitet. Wäre das Geld, das Bayern in die Landesbank stecken musste, ins Bildungswesen geflossen, hätten alle Studenten in Bayern 14 Jahre lang keine Studiengebühren zahlen müssen, so Dittmar. Sie berichtete auch aus der abwechslungsreichen Arbeit im Landtag, wo es gerade um ein Transplantationsgesetz geht. Sie appellierte an die Juso-Mitglieder, sich auch mal wählen zu lassen. „Politik macht Spaß und man lernt viele nette Leute kennen.“

Zu Delegierten für die nächste Bezirkskonferenz am 20. Und 21. März in Partenstein wurden unter Beachtung der Frauen- und Männerquote gewählt: Sebastian Klein, Lisa-Marie Strasser, Freya Altenhöner, René van Eckert und Laurenz Gottstein. Ersatzleute sind Jonas Müller, Elisabeth Schachtschabel und Lukas Dier. Zum Delegierten für die kleine Landeskonferenz wurde Lukas Dier gewählt. Eingeladen wurde zum Politischen Aschermittwoch der SPD in Maßbach in der Lauertalhalle.

Bei der Unterbezirkskonferenz der Jusos, die in Bad Königshofen stattfand, berichtete Sabine Dittmar, MdL, hier mit den Jusos-Kreisverbandsvorsitzenden René van Eckert (Rhön-Grabfeld, links) und Sebastian Klein (Haßberge) sowie SPD-Kreisverbandsvorsitzendem Matthias Kihn (rechts) von ihrer Arbeit im Landtag und im Kreisverband Bad Kissingen.
Foto: Regina Vossenkaul